2,6 Millionen Kinder aus Suchtfamilien ohne Hilfe – Bundesregierung muss handeln

Anlässlich der “Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien” (9. bis 15. Februar 2014) erklärt Dr. Harald Terpe, Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik:

In Deutschland leben 2,6 Millionen Kinder in Alkoholiker- und Drogenfamilien – doch in allen bisherigen Präventionsgesetzen der Bundesregierung tauchen sie nicht auf. Wenn die Drogenbeauftragte der Bundesregierung jetzt Kinder aus Suchtfamilien zu ihrem Schwerpunkt erklärt, muss sich das endlich auch im geplanten Präventionsgesetz niederschlagen. Staatliche Hilfeangebote für diese Kinder sind überfällig – die bisherigen Projekte leben allein von Spenden oder Unterstützungen der Kommunen. Weiterlesen »

Arbeitslosigkeit: Die Folgen für die Gesundheit

Unbestritten ist: Arbeitslosigkeit und Krankheit stehen in Zusammenhang. Psychische Erkrankungen treten bei Arbeitslosen deutlich häufiger auf als bei Erwerbstätigen. Auch prekäre Beschäftigung beeinträchtigt die Gesundheit. Dennoch fehlt es bisher an umfassender Gesundheitsvorsorge für Menschen ohne Arbeit…

Ein Drittel der erwerbsfähigen Hartz-IV-Beziehenden leidet an gesundheitlichen Einschränkungen. Dabei spielen psychische Beeinträchtigungen eine besondere Rolle. Nach Daten der Betriebskrankenkassen (BKK) sind die Arbeitsunfähigkeitstage bei Arbeitslosen wegen psychischer Störungen etwa viermal so hoch wie bei Erwerbstätigen…

Mehr als ein Drittel der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfangenden – das sind etwa 1,5 Millionen Menschen – haben im Laufe eines Jahres eine diagnostizierte psychische Störung…

Nicht nur Arbeitslosigkeit, sondern auch prekäre Beschäftigung beeinträchtigt die Gesundheit nachweislich. Auffällig ist, dass bei Männern die seelischen Beeinträchtigungen in prekären Beschäftigungsverhältnissen im Vergleich zur kurzzeitigen Arbeitslosigkeit sogar überwiegen.

Quelle: DGB

Anmerkung: Siehe dazu „Gute und sichere Arbeitsplätze sind die beste Prävention“

Bundesagentur erwirtschaftet 2013 überraschend Überschuss

Deutlich gesunkene Ausgaben haben die Bundesagentur für Arbeit (BA) in diesem Jahr überraschend vor roten Zahlen bewahrt. Statt mit einem erwarteten Haushaltsdefizit von rund 665 Millionen Euro gehe die Bundesagentur nun mit einem Überschuss von 60 Millionen Euro ins Jahr 2014, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der dpa. Die Bundesagentur muss damit ihre Rücklage aus früheren Überschüssen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro nicht antasten.

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